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Ökologisch-Demokratischen Partei

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Aktueller denn je - der Vortrag von B. Schreiber (30.03.2011) linie

am 23.11.2007 in Kulmbach:
"Forschung und Technik müssen ethische Grenzen respektieren", forderte Bernd Scheibner, Mitglied des Landesvorstandes der ödp-Bayern, in seinem Vortrag vor äußerst interessierten Zuhörern in Kulmbach. Es darf nicht sein, dass Gewinnstreben und politische Verantwortungslosigkeit die Zukunft unserer Kinder und Enkel auf diesem Planeten auf Dauer gefährden.

Offensichtlich gebe es immer wieder Menschen, die aufgrund ihres Forschungsdrangs, ihrer technischen Selbstüberschätzung, ihres Gewinnstrebens oder schlicht aus Dummheit oder Verantwortungslosigkeit Dinge freisetzen, die sich ähnlich wie das öffnen der "Büchse der Pandora" nicht mehr rückgängig machen ließen. Scheibner nannte hier als größte Gefahren für die Menschen die Atomtechnik, die grüne Gentechnik und Klon-Experimente.

Im ersten Teil seines Vortrags ging er auf die Risiken und Gefahren der Atomenergie ein. Derzeit gibt es weltweit etwa 440 Atomkraftwerke (AKW), 17 davon in der Bundesrepublik, die 27 Prozent des deutschen Strombedarfs produzieren. Allein durch Wegfall der "stand-by"-Regelungen bei Elektrogeräten könnten 2 Atomkraftwerke abgeschaltet werden.
"Sichere" Atomkraftwerke gibt es nicht. Vielleicht sind die deutschen AKWs in der Konstruktion etwas solider und eventuell besser gewartet als einige ausländische Kraftwerke, aber prinzipiell ist jedes Atomkraftwerk eine permanente Bedrohung der Bevölkerung.
In jedem AKW drohen Störfälle, die zum GAU (Größter anzunehmender Unfall)führen können. Unfälle erfolgen
- durch technisches Versagen (z.B. in Biblis, Brunsbüttel und Krümmel, sowie Forsmark, Schweden)
- durch menschliches Versagen (Tschernobyl, Phillippsburg)
- durch Naturkatastrophen (Überflutung in Indien )
- oder durch Terrorakte (z.B. durch gezielte Flugzeugabstürze)

" Die Folgen eines Super-GAUs im dicht besiedelten Deutschland wären unvorstellbar", warnte Scheibner. "Eine große Fläche Deutschlands wäre wegen der hohen Verstrahlung unbewohnbar und müsste entsiedelt werden.

Es ist mit einer Ausbreitung der radioaktiven Strahlenwolke bis zu einer Reichweite von 500 Kilometern zu rechnen. Deshalb gibt es auch keine Versicherung gegen nukleare Schäden. Die Haftungssumme je Atomkraftwerk beträgt 2,5 Mrd. Euro. Nach einer Studie des Prognos -Instituts schätzt man den entstehenden Gesamtschaden aber auf ca. 10000 Mrd Euro.

Daher fordert die ödp einen möglichst kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie. Stattdessen wäre konsequent das Energieangebot der natürlichen Quellen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Meeresenergie und Erdwärme zu nutzen. Die Nutzung dieser Energiequellen hat zusätzlich noch den Vorteil, dass eine erhebliche Anzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen wird.

Zur "grünen Gentechnik" in der Landwirtschaft verwies Bernd Scheibner zunächst darauf, "dass der Mensch, seit er Ackerbau betreibt, versucht, höhere Erträge zu erzielen." So habe er Pflanzen durch Auslese, Kreuzung und Züchtung im Sinne seiner Bedürfnisse und Vorstellungen versucht zu ändern. Dies sei allerdings immer "im Gespräch mit der Natur" und nicht gegen die Natur geschehen. Heute greife der Mensch mit der Genmanipulation gewaltsam in eine der Grundstrukturen der Schöpfung ein. Die Pflanze wird reduziert auf ihre DNA, ihre Chromosomen im Zellkern. Dabei hat sich die Tendenz entwickelt, sich nur noch auf Teilaspekte der Pflanze zu konzentrieren. Die Pflanze wird nur noch als Produktionsmittel mit erwünschten oder nicht erwünschten Eigenschaften gesehen.
Dies wird noch durch die molekulare Züchtungstechnik verstärkt, mit deren Hilfe man eine Eigenschaft isolieren und einem Genom hinzufügen kann.
Die Pflanze wird auf ihren Zellaufbau und somit auf Laborniveau reduziert.
Der Einfluss von Natur und Umwelt, bzw. die Auswirkungen auf Natur und Umwelt spielen kaum noch eine Rolle. Ob Giftgene, bzw. bakterielle Giftstoffe, die in insektenresistent gezüchteten Pflanzen zur Bekämpfung bestimmter Insekten (z.B. den Maiszünsler) gebildet werden, auch andere Insekten oder Bodenlebewesen schädigen können, interessiert nicht. Zumindest fürchten die Imker um die Zukunft ihrer Bienen und die Produktion einwandfreien Honigs. Die neuen Gene können durch Pollen, Samen und anderes Pflanzenmaterial verbreitet werden und andere Nutzpflanzen und Wildpflanzen beeinträchtigen, verändern oder vernichten.

Einmal freigesetzte Gene können nie mehr eingefangen werden.
Die oft propagierten Sicherheitsabstände zwischen Feldern mit genmanipuliertem Saatgut und herkömmlichen Ackern zur Verhinderung des Pollenfluges sind unsinnig. Der Wind kann Pollen, Sand und Staub über hunderte von Kilometern tragen. Erinnert sei nur an den Saharastaub, der manchmal bei uns rötlich abregnet. Die ödp fordert deshalb ein striktes Verbot der Ausbringung von genmanipuliertem Saatgut.

Der Freistaat Bayern wird von der ödp ausdrücklich aufgerufen, die weitere Förderung der Agro-Gentechnik durch Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in seinen Versuchsgütern unverzüglich zu unterlassen. Die Aufgabe des Freistaates kann es nicht sein, die Interessen einzelner Wirtschaftsunternehmen gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen.

Mit den Worten "die Herstellung menschlichen Lebens zu Forschungszwecken ist pervers", wandte sich Scheibner gegen Klonexperimente zum Zwecke des therapeutischen Klonens.

Durch therapeutisches Klonen hoffen Wissenschaftler chronische Krankheiten zu besiegen und sogar Behinderungen rückgängig zu machen. Die Hoffnungen der Forscher gehen soweit, eines Tages zum Beispiel Nervenzellen oder Herzmuskelzellen zu erzeugen, um Querschnittsgelähmten oder Herzinfarktpatienten Ersatz für die geschädigten Körperteile schaffen zu können.

Die hierfür erforderlichen Stammzellen können jeder Nabelschnur entnommen werden. Im Einzelfall würden wohl auch adulte Stammzellen ausreichen. Wer dafür embryonale Stammzellen herstellen will, muss menschliche Embryonen täten, was in Deutschland durch das Embryonen-Schutzgesetz verboten ist. Erlaubt ist jedoch seit dem 31. Januar 2002 die Einfuhr von im Ausland hergestellten embryonalen Stammzellen. Dieser Widerspruch zeige deutlich, dass auch hier die Wissenschaft, und in der Folge die Wirtschaft, den Fuß in der Tür habe. "Moral und ethische Grundsätze werden im Interesse von Wissenschaft und Wirtschaft zur Seite gestellt", bedauerte Scheibner. Dumm nur, dass es in Artikel 1, Absatz 1 unseres Grundgesetzes heißt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schätzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

Wir meinen, dass dieses Menschsein mit der Vereinigung von Eizelle und Samenzelle beginnt und mit dem Tod endet. Kein menschliches Lebewesen darf zum Ersatzteillager von anderen Menschen werden. Ausgangspunkt für diese Art des Klonens aus embryonalen Stammzellen ist immer die Eizelle der Frau. Die Würde der Frau untersagt es, in ihr ein Rohstoffmateriallager für wissenschaftliche oder wirtschaftliche Experimente und Aktivitäten zu sehen. Besonders verwerflich ist die zwangsweise oder heimliche Beschaffung von Eizellen. Gefordert ist hier eine internationale Ächtung z.B. über die UN. Der Mensch darf nicht alles tun, was er kann, aber er sollte alles tun, was ethisch zulässig ist und die Menschheit weiter führt.

Handyhersteller warnen vor Risiken linie

05.11.10
Link zu Hese Projekt
"Handyhersteller warnen im Kleingedruckten vor gesundheitlichen Risiken"
Wie in der englischsprachigen Presse seit kurzem zu lesen ist, sind Mobilfunkfirmen wie z. B. Nokia, BlackBerry and Apple´s iPhone dazu übergegangen, im Kleingedruckten ihrer Bedienungsanleitungen oder auf deren hinteren Seiten Warnungen derart auszusprechen, dass Handys, sogar Handsets, wegen gesundheitlicher Risiken mindestens einen Zoll (= 2,4 cm) weit vom Kopf entfernt zu halten sind, schwangere, aber auch junge Frauen sollten das Handy nicht unmittelbar am Unterlaib aufbewahren. (Ergänzung: Männer sollten ihr Handy nicht in der Hosentasche aufbewahren!)...

Der Volksentscheid zum Nichtraucherschutz linie

22.07.10
Link zu N24.de
"Der erfolgreiche Volksentscheid in Bayern"
Die große Schlacht ums Rauchverbot! Michel Friedman diskutiert mit Sebastian Frankenberger, dem Initiator des Volksentscheides und Marianne Tritz, Cheflobbyistin des Deutschen Zigarettenverbandes über das Rauchverbot.


Volksbegehren und Gesundheitsschutz linie

04.12.09
Link zu BR-Online
"Volksbegehren durch - Rekorde in Mittelfranken"
Mit einer bayernweiten Beteiligung von 13,9 Prozent hat das Nichtraucherschutz-Volksbegehren die nötige Zehn-Prozent-Hürde deutlich geschafft. Großen Anteil daran haben viele fränkische Gemeinden. Sie melden zum Teil Rekordbeteiligungen mit über 30 Prozent.

Umwelt & Wirtschaft linie

03.11.09
Link zur 3Sat-Mediathek
"Umwelt und Wirtschaft sind kein Gegensatz"
"Sehr häufig wird der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Umwelt nicht gesehen, sondern als Gegensatz betrachtet", sagt Dr. Hermann Ott vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

Deutscher Atommüll lagert in Russland linie

15.10.09
Link zu tagesschau.de
27.300 Tonnen Uran nach Sibirien geliefert

In Russland lagern tausende Tonnen giftige Abfälle aus der Herstellung atomarer Brennelemente für deutsche Reaktoren. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Frankreich ebenfalls solche Abfallprodukte nach Russland schickt. Allerdings sind die deutschen Ausfuhren zehnmal größer.

Atomkraftwerke linie

15.10.09
Link zu Dradio
Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, Björn Klusmann, hält Pläne der künftigen schwarz-gelben Bundesregierung zur Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken für die falsche Weichenstellung in der Energiepolitik.



"Albtraum Atommüll" auf ARTE linie

Sendezeit 13.10.09 um 21:00 Uhr
(Wiederholung am 15.10.09 um 9:55 Uhr)

Während die Gefahren der Erderwärmung immer mehr ins öffentliche Bewusstsein dringen, preisen Industrielle und Politiker die Atomkraft als die geeignetste Energiequelle der Zukunft an: sauber, kontrollierbar und gefahrlos für Umwelt und Gesundheit. Für den Verbraucher ist es schwer, den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen zu beurteilen. Der Dokumentarfilm "Albtraum Atommüll" versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Wellen schlagen hoch, wenn um das Für und Wider der Atomkraft gestritten wird. Lohnt es sich wirklich, diese Art der Energieproduktion zu fördern, während die meisten europäischen Länder schon beschlossen haben, sie aufzugeben? Im Mittelpunkt der Debatte steht die Angst vor der Zeitbombe Atommüll, der Achillesferse des Atomzeitalters. Obwohl sich die Vertreter der Atomindustrie in Verharmlosung üben, macht der Atommüll den Menschen Angst, denn die Wissenschaftler können bis auf weiteres keine akzeptable Lösung anbieten, und die Politiker sprechen möglichst nicht darüber. Viele Fragen bleiben offen: Wie gefährlich ist der Atommüll? Wie wird damit umgegangen? Welche Lösungen werden angeboten? Der Dokumentarfilm "Albtraum Atommüll" macht sich in Frankreich, Russland, den USA und Deutschland auf die Suche nach der Wahrheit über den Atommüll. Dabei geht es nicht zuletzt auch um Fragen nach der Informationspolitik zu diesem Thema, es geht um die verschiedenen Akteure und Interessengruppen und darum, inwieweit man überhaupt von einem "demokratischen Umgang" mit dem Thema Atomkraft sprechen kann.



Kulmbach, 05.10.2009 linie

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